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Zoo Krefeld



Der Zoo Krefeld wurde 1938 als städtischer Tierpark im Parkgelände rund um das Grotenburg-Schlösschen eröffnet. Er entstand aus einer Tierschau, die den Krefelder Bürgern bereits von 1877 bis 1914 einen Einblick in die Welt der Tiere bot und an der Tiergartenstraße gelegen war.
Zunächst als Park für heimische Tiere geplant, nutzten insbesondere Schulen die umfangreiche Sammlung von Insekten und Jagdtrophäen für ihren Unterricht. Im Verlaufe der 60er und 70er Jahre entwickelte sich die städtische Einrichtung unter Zoodirektor Dr. Walter Encke zu einem international anerkannten Zoo.
Zahlreiche weltweite wie europäische Erstzuchten von Geparden, Mähnenwölfen, Erdwölfen, Jaguarundis, Tamanduas, Europäischen Fischottern, tropischen Vögeln und Schneeleoparden machten den Zoo weltweit bekannt und zeigen sein Engagement für den Artenschutz.
Mittlerweile ist der Krefelder Zoo auf 13 Hektar angewachsen und zeigt über 1200 exotische sowie europäische Tiere aus etwa 200 Arten. Er ist Mitglied des Europäischen sowie des weltweiten Zoo-Verbandes und gehört als wissenschaftlich geleiteter Zoo zum Verband Deutscher Zoodirektoren.

Regenwaldhaus

Seit August 1998 ist es nun soweit: das neue Südamerika-Regenwaldhaus hat seine Pforten für die Zoobesucher geöffnet.
Unter der Bauherrschaft des Vereins Zoofreunde Krefeld e.V. wurde dieses faszinierende Regenwaldhaus aus Plexiglas und Holz aus dem Erbe des bekannten Zooförderers Walter Gehlen finanziert.
Auf 1100 qm ist ein kleines, sich ständig wandelndes Ökosystem entstanden, welches die Beziehungen zwischen cirka 350 verschiedenen Pflanzenarten und Tieren aus Südamerika aufzeigt. Von der eleganten, 17 m hohen Holzkonstruktion überdacht, ist eine komplexe Landschaft gestaltet worden, welche die natürliche Umgebung für Kaimane, Basilisken, Wollopossums, Faultiere und Tamanduas bildet. Nektarfledermäuse schlafen tagsüber in einer Höhle, während der Nacht können sie frei in der ganzen Halle umherfliegen.
Die Blattschneiderameisen dagegen werden durch Wasserbecken in ihrem Inselgehege gehalten. Mehrere Arten von Schmetterlingen aus Mittel- und Südamerika fliegen frei im Haus und sind sehr attraktiv für die Besucher. Sie werden zum Teil in der Halle selbst, zum Teil in speziellen Zuchträumen gezüchtet.